Wie erwirtschaften wir Erträge?

Die zu errichtenden Windenergieprojekte werden immer als eigenständige Unternehmen angelegt. Man spricht hier von Zweck- bzw. Energieerzeugungsgesellschaften. Über diese investiert die ENERTRAG AG als Emittentin der angebotenen Anleihe in die entsprechenden Windenergieprojekte. Die fertigen Windenergieprojekte werden nach dem Bau entweder verkauft oder bleiben als Tochterunternehmen im Bestand der ENERTRAG-Unternehmensgruppe. Teilweise verkaufen wir die Anlagen auch nur zeitweise an unsere Anleger als Kommanditisten der Windparks mit der Möglichkeit, diese dann wieder zurück zu erwerben.

Betrieb - Erträge aus Stromerlösen und Servicedienstleistungen

Beim Betrieb der Anlagen erhalten wir mindestens die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung bzw. Einnahmen aus der Direktvermarktung des Stroms (z. B. durch direkten Verkauf an Stadtwerke/ Stromhändler oder  große Industrieunternehmen).

Darüber hinaus erhalten wir über unsere Tochterunternehmen (z.B. ENERTRAG Service und ENERTRAG Windstrom) Erträge unter anderem durch die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie durch die Wartung und Instandsetzung der Windkraftanlagen.

Verkauf - Erträge aus Verkäufen und Servicedienstleistungen

Im Fall des dauerhaften Verkaufes führen wir gewöhnlich die Service- und Wartungsverträge für die Anlagen weiter. Ein dauerhafter Verkauf wird in der Regel nur im Ausland vollzogen. Gerade in Deutschland wollen wir Anlagen selbst oder zusammen mit unseren Kunden betreiben. Die Verkaufsoption wird generell nur in Betracht gezogen, sofern das Windenergieprojekt an einem für uns strategisch nicht wichtigem Standort entwickelt wurde.

Wofür verwenden wir Ihr Geld?

Vorabprüfung

In der Anfangsphase der Windparkplanung erfolgen Vorabprüfungen, die sicherstellen sollen, dass ein Windenergieprojekt am jeweiligen Standort realisierbar ist. 
In dieser Phase werden u. a. folgende Punkte beurteilt:

  • die allgemeinen rechtlichen Voraussetzungen
  • die geografischen Gegebenheiten
  • die tier- und umweltschutzrechtl. Voraussetzungen
  • das Windenergiepotenzial
  • die Möglichkeiten zur Energieeinspeisung
  • die Besitzverhältnisse von benötigten Grundstücken

Detailplanung

Wird bei der Vorabprüfung festgestellt, dass die Realisierung des Windparks möglich ist, beginnt die detaillierte fachliche und rechtliche Prüfung sowie die Sicherung der erforderlichen Rechte. Bei der Detailplanung werden v. a. folgende Punkte abgearbeitet:

  • Verträge mit den Grundstückseigentümern werden geschlossen
  • Auswahl geeigneter Anlagen
  • Erstellung mehrerer Windgutachten durch externe Gutachter
  • Einleitung der Umweltverträglichkeitsprüfung
  • Erstellung und Einreichung des Bauantrages
  • Prüfung, ob unternehmenseigene Technik in die Anlagen integriert werden kann (Flugwarnbeleuchtung, Steuerungs- bzw. Auswertungstechnik)

Finanzierung und Errichtung

Nachdem die notwendigen Genehmigungen vorliegen, werden die letzten Verträge geschlossen. Hierzu zählen u. a.:

  • die Kaufverträge für die Windkraftanlagen
  • die Einspeise- und Netzanschlussverträge
  • die Verträge über den Wege- und Fundamentbau
  • die Finanzierungsverträge mit den Banken
  • die Verträge über Ausgleichsmaßnahmen (Bäume pflanzen, Rückzugsmöglichkeiten für Tiere anlegen, ungenutzte Industrieflächen zurückbauen
  • je nach Land und Notwendigkeit erfolgt eine Ausschreibung zur Festlegung des Einspeisetarifs

Im Anschluss beginnt der Bau bzw. die Errichtung des Windenergieprojektes. Hierbei sind unsere Ingenieure als Bauaufsicht tätig und begleiten die Errichtung der Windkraftanlagen sowie deren Anschluss bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

Betrieb von errichteten Windparks

Im Einklang mit unserer Unternehmensstrategie behalten wir viele errichtete Windparks in unserem eigenen Bestand und finanzieren diese unter anderem auch mit Ihrem Geld.